Zuerst war es eigentlich eine Idee,
so wie immer. Da ich schon immer mit Modellbau zu tun hatte, ich spreche hier von Modelleisenbahn, RC-Cars , Schiffe und Flugzeuge, und zuletzt mit RC-Helis.
Doch es packte mich immer wieder die Rennbahn rauszuholen, auf dem Teppich aufzubauen und ein paar Runden zu drehen, es war wie eine Sucht. Es war nicht die Carrerabahn die ich zuerst hatte, die kam viel später, es war eine Märklin Sprint, die ich bis in die 90er als aufbaute.
Dann kam lange nichts, oder nicht viel, ich wittmete mich hauptsächlich wieder der Modelleisenbahn in Spur N, und interessierte mich zunehmend der Digitalsteuerung. Da es zu diesem Zeitpunkt keine vernünftige Software für Digitalsteuerungen gab, besorgte ich mir irgend wann ende der 90er einen PC und fing drauf los zuprogrammieren.
Bis die Sache endlich lief, ich konnte Loks steuern und Weichen schalten.
Irgend wann kam ein Kollege,
aus einem Modell-Schiffclub, und sagte: „komm doch mal mit nach Sinsheim, an die Internationale Modellbauausstellung, da siehst du tolle Sachen“ OK ich komm mit. Ich sah da eine Ninco-Bahn aufgebaut auf einem Tisch, wir fuhren ein paar Runden, und schon war ich wieder total infiziert. Simpel, und einfach macht aber wieder wahnsinnig viel Spass.
So was muss ich haben dachte ich, ich haderte mit mir und Informierte mich nach verschiedenen Systemen. Ich wollte ursprünglich das Ninco-System kaufen, aber nach einiger Recherchen, dann dank Internet, entschied ich mich für das Carrera Evo/Excl-System, nicht weil das Ninko-System schlechter ist (da gibt’s ja tolle Diskussionen in den Foren), sondern weil das C-System bei uns eher bei den Händlern und Kaufhäusern verbreitet ist, und weil doch viele Clubs in Deutschland dieses System betreiben. Ich sammelte und sammelte Schienenmaterial, und schwärmte meiner Frau vor, wie toll es wäre so ein Renncenter aufzumachen, dieses Zog sich über einige Jahre, und in dieser Zeit fing ich an der Zeitmess-Software zu tüfteln und zu Programmieren. Irgend wann zogen wir um in eine größeres Haus, wo ich endlich Platz fand die Grosse Anlage zu bauen. Nein, man muss es anders formulieren, wir zogen aus diesem Grund in ein größeres Haus, um eine Grosse Carrerabahn zu bauen,, schon irre, so verrückt war ich.
Nach knapp zweijähriger Bauzeit,
der Anlage, OK man könnte dies vielleicht auch schneller bauen, aber das Leben besteht ja nicht nur aus Modellbau, man muss auch noch ein par Euronen verdienen, um zu leben.
Als ich mal kein Holz mehr sehen konnte, stöberte ich im Internet, suchte unter anderem Technische Infos, und stieß auf das Forum der „Freeslotter“ . Es schien mir ein interessantes Forum zu sein. Einer suchte im Kreis Freiburg und Umgebung irgendwas zu „Slotten“, darauf hin meldete ich mich und sendete ein paar Bilder der Bahn, die sich noch komplett in Rohbau befand, zu, und sagte ihm einen ungefähren Termin wann er zu mir kommen könnte um zu fahren.
Darauf hin meldeten sich ein paar Leute aus Lörrach, Michele, Andy, Dennis, Rolf, und ein paar Tage später Christian aus Steinen. Ich dachte, ist ja echt super, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich schon früher angeklopft. Andy und Rolf hatten, oder haben immer noch eine grosse ProX Bahn im Keller, und es ging nicht lange, da trafen wir uns alle zum Slotten.
Es war der 06.01.07 am Dreikönigstag,
und somit waren die Lörracher-Slotty’s geboren.Es machte ein wahnsinns Spass. Ich baute nun eifrig an meiner Bahn, das die fertig wird, zumindest fahrbereit. Im April 2007 war es dann soweit, ich konnte die Jungs zu mir einladen, man war ich aufgeregt, ich konnte es kaum glauben. In diesem Raum stand nun diese Rennbahnanlage, sie füllte alles aus, ich musste sogar ein Fensterbrett wegsägen, damit ich das hintere Schleifenmodul rein bekam, (Das gefiel dem Vermieter gar nicht) Es war jetzt verdammt eng in diesem Kellerraum, man konnte sich kaum noch bewegen, aber egal, Spaß machte es allen. Als ich dann die Meldung bekam, das dieses Haus verkauft würde, war das wie ein Schlag mit der Faust ins Gesicht, das war eine von mehreren Tiefschlägen meiner, ja man kann schon sagen Rennbahnkarriere. Die andern Tiefschläge möchte ich hier nicht erläutern, das braucht nicht sein.
Was nun mit dem Monstrum?
Für mich gab es zwei Möglichkeiten, das Ding in einen Container einlagern, oder was daraus zu machen. Ich entschied mich für die Zweite Variante. Wir fanden schließlich einen geeigneten Raum in Lörrach, wo mir der Harte Kern, bzw. die Gründungsmitglieder der Lörracher-Slotty’s halfen diese Anlage umzuziehen. Ich mietete einen 7,5 Tonner, wir mussten mit der ganzen Apparatur zweimal fahren, dann hatten wirs geschafft. Wir bauten die Anlage wieder auf, und ich konnte am 22. September 2007 in Lörrach eröffnen.
Mittlerweile sind wir, also die Lörracher-Slotty’s, 22 feste Mitglieder, die alle begeisterte Slotter sind. Ich möchte auch betonen das die „Lörracher-Slotty“ eine Interessengemeinschaft bilden, und bei mir in meinem, ja man kann schon sagen Ladenlokal, auf meiner Anlage Fahren.
Sicherlich geht die Philosophie in Sachen Slotracing komplett auseinander.
Zu Anfangs sind wir, oder viele von uns, mit extrem viel Magneten gefahren, um bloß auf der heißbegehrten „Top-Ten“ Liste ganz oben zu stehen, dies hat sich im laufe der Zeit komplett gewandelt (Gott sei Dank) es werden auch Eigenbauten im M 1: 32 und M 1:24 gefahren, die nicht nur aus „gefrästen“ Magneten bestehen, wir fahren auch ohne Magnet. Gefahren wird alles von der Kehrmaschine über Wohnwagengespanne bis zum High-Tech Slotcar. Einfach alles was jedem von uns Spass macht und die Bahn nicht zerstört.
Denn diese Carrera Anlage, habe ich zu 99 % gebaut und finanziert, aber die Anlage soll letztendlich der Gemeinschaft zu Verfügung stehen, und darum müssen sich die Leute einfach an gewisse Regeln halten, sonst funktioniert das alles nicht. Wer sich nicht daran hält, mit dem wird gleich und auf der Stelle diskutiert, es wird auch diesbezüglich keine Sitzungen oder ähnliches mehr geben.
Mir war es immer ein Anliegen,
dass Rennbahn fahren oder modernes „Slotracing“ als richtiger Modellbau zu betrachten, sei es das bauen an den Fahrzeugen, oder die Gestaltung der Bahn. Dies ist für mich kein Spielzeug, sondern ein ernst zunehmendes Hobby. Es wäre natürlich schön wenn sich noch einige, so angefressene Leute bei uns beteiligen könnten und das Wahnsinnshobby mit uns teilen können. Es geht uns nämlich nicht nur darum dass man 5 Millionen Runden auf der Bahn dreht und seinen Monatsbeitrag runterrattert, sondern auch um ein kollegiales und freundschaftliches Verhältnis, so wie es einmal mit den; Wie hat Andy gesagt:“ Mit sechs Nasen hat alles mal angefangen“ war.